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Was ist ein Action Cam Dome? Wofür brauchst du diesen?

Viele Hobby-Filmer setzen ein Dome ein und dennoch wissen gerade Anfänger nicht, wofür diese denn überhaupt gut sind. Klar, sie sehen cool aus und sind nicht all zu teuer, doch wofür benötigt man denn einen Dome überhaupt? Dies möchte ich dir in diesem Beitrag erklären. Wenn er dir gefällt, würde ich mich über ein Teilen sehr freuen.

Das Wort Dome stammt aus dem englischen Sprachgebrauch und bedeutet Kuppel. Dabei wird Dome als Bezeichnung für viele Dinge benutzt, die sich in ihrer Form ähnlich sind und ist vorallem bekannt für sogenannte Kuppeldächer. Diese ähneln einer Halbkugel, sind also rund und haben eine flache Seite. Doch was ist nun ein Dome für eine Action Cam?

Ein solcher Dome wird für verbesserte Aufnahmen einer Kante verwendet, die unterschiedliche Stoffe voneinander trennt. Für gewöhnlich ist dies einfach Wasser und Luft. Dabei wird versucht, eine Aufnahme mit der Action Cam zu machen, in der ein Teil außerhalb des Wassers und ein Teil unter Wasser enthalten ist. Man nennt dies auch 50/50 Shots, weil versucht wird, genau 50 Prozent des Bildes unter Wasser und 50 Prozent über Wasser zu fotografieren. Das wirkt natürlich harmonisch und geordneter, wenn die Wasserkante genau in der Mitte verläuft.

Warum wird ein Dome (für eine Action Cam) benötigt?

So weit, so gut, doch beispielsweise eine GoPro Hero4 besitzt schon eine wasserdichte Hülle, warum nicht einfach damit halb unter Wasser tauchen und ein Foto schießen? Probiere das doch einfach mal aus und schaue dir die Aufnahmen an.
Du wirst folgendes sehen:

  • Es wird dir schwer fallen, die Kante überhaupt auf das Foto zu bekommen. Du bist entweder zu hoch oder zu niedrig. Ziel ist es, Dinge im Wasser und außerhalb des Wassers scharf zu erkennen.
  • Die Kante wird zudem recht dick sein, wie viel Platz nimmt sie denn auf deinem Foto ein? Eigentlich ist diese unendlich klein, aber so wird das bei dir nicht aussehen.
  • Das Wasser stand bestimmt nicht still und so hast du mit leichten Wellen zu kämpfen, die aber reichen, um deine Action Cam komplett zu überdecken.

Hier mal ein Foto von mir ohne Dome:

Schwarzwald_See

Man kann erkennen, dass die Kante sehr groß und unscharf wirkt. Der Rest ist sogar recht schön geworden, aber leider ist dieses Foto durch die Kante unbrauchbar. Dieses Foto ist übrigens Out of Cam, wurde also außer dem Hinzufügen des Wasserzeichens nicht bearbeitet.

Um die Ursache zu verdeutlichen, habe ich folgende Infografik entworfen:

ActionCam_Dome

Dort ist links die Variante zu sehen, bei der die Action Cam ohne Dome ins Wasser getaucht wird. Es wird deutlich, dass die Wasserkante direkt an der Linse anliegt und dadurch recht viel Platz einnimmt. Zudem kann eine leichte Schwankung des Wasserstandes die Action Cam vollständig abtauchen lassen.

Auf der rechten Seite ist die Action Cam in einem Dome integriert. Dadurch wird der Abstand der Linse zur Wasserkante vergrößert und der Bereich, welcher durch die Linse aufgenommen wird, ebenfalls. Dadurch wird die Wasserkante im Vergleich zum gesamten Aufnahmebereich verschwindend gering. Zudem ist nun eine Welle kein großes Problem mehr, denn diese schwappt gegen den Dome und führt nur zu einer leichten Verschiebung der Kante auf der Aufnahme.

Vorteile eines Domes im Überblick

  • Ein Dome führt zu einem vergrößerten Abstand der Wasserkante, das Aufnahmespektrum wird dadurch erweitert.
  • Wellen bzw. Wasserstandsänderungen haben keine großen Auswirkungen.
  • Die rundliche Form sorgt für eine Aufnahme, die dennoch reale Formen hat und beeinträchtigt das Foto nicht durch zusätzliche Kanten. Der Dome ist also auf der Aufnahme unsichtbar.
  • Ein integrierter Schwimmer im Dome sorgt dafür, dass dieser in perfekter Lage bleibt und nicht gehalten werden muss.

Fazit über die Notwendigkeit eines Domes

Ob man einen Dome benötigt oder nicht, liegt wie immer am Nutzer selbst und dessen Aufnahmeorte. Da aber gerade viele Personen im Meer oder in einem See ihre Action Cam verwenden möchten, sollten diese einen Dome in Betracht ziehen. Wie du im obigen Bild erkennen kannst, werden sehr schöne Umgebungen von einer unscharfen und dicken Wasserkante in den Schatten gestellt.

Ich selbst werde mir in den nächsten Wochen einen Dome kaufen und diesen testen. Zudem werde ich mir selbst einen bauen und auf diesem Blog eine DIY Anleitung veröffentlich. Werde einfach Fan auf Facebook, um keinen Beitrag von mir zu verpassen.

Wenn dir der Artikel gefallen, geholfen oder neue Fragen ergeben hat, schreibe doch einfach ein Kommentar dazu. Ich werde ihn auf jeden Fall beantworten. Falls du noch keine Action Cam hast, solltest du unseren Action Cam Test durchlesen.


Kommentare


David Geiger 6. Februar 2016 um 12:00

Der Bericht ist super, vielen Dank! Habe selbst mal mit einem Actionkamera Dome fotografieren dürfen und es sind wirklich super Bilder entstanden.
Was mir bei deinem Beispielbild ohne Done aufgefallen ist, dass es wohl auch noch recht dunkel war. Dadurch sind die Laubblätter natürlich nochmals schlechter zu sehen.

Bin auch auf die DIY Anleitung gespannt, würde mir gerne einen eigenen Dome bauen!

MfG David

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